2021


Challenge St.Pölten Mitteldistanz

Nach langer pandemiebedingter Pause fand in St.Pölten / Österreich die erste Challenge Mitteldistanz 2021 für Mitteleuropa statt.

 

Unter strengen Maßnahmen und unter Einhaltung von Tests, Abstandsregeln und Maskenpflicht war dieser  Wettkampf hervorragend organisiert.

Da sich für Profis wie für Altersklassenathleten bislang nur wenige Wettkampfeinsätze geboten hatten ergab sich ein Starterfeld von seltener internationaler Klasse.

 

So machten sich auch die beiden Skizunft Athleten Danijel Cakeljic und Gerhard Weiland eher spontan auf den Weg in die schöne Wachau.

 

Das Schwimmerfeld war für die AK Teilnehmer in 8 Startgruppen unterteilt. Einzeln ging es nach einer Aufstellung mit 1,5m Abstand ins nur 16 C kalte Wasser.  Nach den ersten Schnappatmungen kamen beide Athleten gut in die erste Disziplin hinein. Nach ca 1,2 km ging es aus dem ersten See hinaus, es folgte ein 400m langer Landgang und ein zweites 700m Schwimmen im nächsten (genauso kalten) See. Danjiel ließ es etwas ruhiger angehen und hatte dabei auch mit den Schlingpflanzen zu kämpfen die sich in seiner Brille verfingen. Ich konnte erst im zweiten See zur alten Technik finden und dann mit kraftvolleren Zügen noch einige Plätze gut machen.

Der erste Wechsel gestaltete sich schwierig da Füße und Hände kältebedingt völlig taub waren. Danijel konnte seinen Neopren Anzug nur langsam mit gegenseitiger Hilfe anderer Athleten abstreifen  Die Verschlüsse an meinem Radschuh waren nicht zu spüren und ließen sich erst nach Minuten schließen.

 

Bei anfangs 9 C Außentemperatur waren dann auch die ersten Radkilometer im nassen Anzug etwas frisch bis der Fahrtwind alles getrocknet hatte. Dann aber konnten wir auf den ersten 20km in tiefer Aeropostion die Fahrt auf der flachen Autobahn genießen. Aufgrund des über 40min verteilten Starterfeldes kam es auch zu keinerlei Gruppenbildung. So war ein sehr faires schönes Rennen möglich. Am ersten Berg gab es dann bei 8% die erste Laktatspritze.

Technisch schwieriger waren tatsächlich die steilen Abfahrten.

Danijel hatte mit nur leicht flachen Felgen die etwas bessere Materialwahl. 80mm am Vorderrad und eine Scheibe hinten sorgten bei mir für viel Angriffsfläche für die stürmischen Böen an diesem Tag. So hieß es bei den Abfahrten voll in die Bremsen zu steigen um das flatternde Rad unter Kontrolle zu behalten. Mit Sonne, Wind und Regen war auch das Wetter heute eine eigene Challenge.

 

Nach einer weiter landschaftlich sehr reizvollen flacheren Fahrt im Donautal folgte die eigentliche Herausforderung des Tages. Ein 7km langer Anstieg sorgte nach ca 70km für die Mobilisierung aller Kräfte. Obwohl die Berge nicht zu unseren Stärken gehören hielten wir uns gut im stark besetzten Teilnehmerfeld. Nach einer wiederum gefählichen Abfahrt und einer letzten Gegensteigung freuten wir uns Beide auf unsere Schockoladendisziplin, das Laufen.

 

Daniel war ca 30min nach mir gestartet so sah ich ihn zufällig zu Beginn meiner zweiten Laufrunde mit dem Rad in die Wechselzone kommen. Ein kurzer Gruß und weiter ging es auf die letzten 10,5km.

Obwohl ich nicht über die Platzierungen informiert war legte ich alles auf ein möglichst hohes durchgehendes Tempo. Mit dem besten Laufsplit seit 5 Jahren gelang mir dies sehr gut und wurde im Ziel mit dem überraschenden ersten Platz in der AK belohnt.

Auch Danijel lief bei seiner ersten Mitteldistanz sehr engagiert los, konnte aber nach 16km das hohe Tempo nicht ganz halten. Doch auch er finishte erfolgreich und beide Athleten hatten viele Eindrücke und Erfahrungen nach langer Wettkampfabstinenz gewonnen.

 

Das Männerrennen wurde von Frederic Funk überraschend dominant gewonnen. Bei den Frauen setzte sich Anne Haug in einem Wimpernschlagfinale gegen starke Konkurrenz durch.

 

Danijel Cakejic       5:44:33 h  AK 126. Gesamt 760. S 46:24 T1 7:50 R 2:58:41 T2 5:01 L 1:46:36

Gerhard Weiland  5:19:13 h  AK 1.      Gesamt 532. S 39:59 T1 5:46 R 2:50:19 T2 4:21 L 1:38:46