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KornwestheimStadtpark, Bad und Fluren gehören den Triathleten

 

Thomas Weingärtner, vom 17.09.2017 19:00 Uhr

 


 

 

Kornwestheim - Seit 25 Jahren gibt es ihn nun schon, den Triathlon in Kornwestheim. Bei bestem Wetter trafen sich gestern wieder viele Triathleten und Sport-Enthusiasten, um zu schwimmen, Rad zu fahren und zu laufen. Für die Erwachsenen belief sich die Strecke im Schwimmen auf 500 Meter, im Laufen auf fünf Kilometer, und über die Felder Kornwestheims erstreckte sich die 20 Kilometer lange Radstrecke.

 

Neben den Starts in mehreren Altersklassen bei den jüngeren Sportlern gab es einen Volkslauf für alle über 18 und einen Staffelwettbewerb. Wer sich beim Regio-Cup des Sportbundes Baden-Württemberg gemeldet hat, hatte zudem in Kornwestheim letztmals die Chance, Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln. Eine weitere Besonderheit war die Baden-Württembergische Meisterschaft im Betriebssport, die sozusagen als Wettbewerb im Wettbewerb beim Sika-Triathlon ausgetragen wurde. Acht Teams hatten sich hierfür gemeldet. „Jede Firma, die eine Betriebssportgruppe hat, konnte mitmachen“, sagt Pressesprecher Klaus Herrmann.Klar, dass das Sportereignis der Skizunft in seinem Jubiläumsjahr mit etwas Besonderem aufwarten musste. Nicht nur hatten die Veranstalter von der Skizunft den Zieleinlauf auf dem Marktplatz um Zelte und Stände ausgebaut, auch gab es jetzt einen Live-Stream vom Schwimmbecken und der Wechselzone, bei dem sich Besucher und Teilnehmer auf dem Laufenden halten konnten. „Wir arbeiten ständig am Konzept“, sagt Abteilungsleiter Markus Börner. „Die Ideen kamen komplett aus der Gruppe. Manche Sportler mussten zwischen Zieleinlauf und Siegerehrung einige Zeit warten. Da kam die Idee auf, die Wartezeit angenehmer zu gestalten.“

 

Immerhin ist der Kornwestheimer Sika-Triathlon einer der größten privat organisierten Wettbewerbe in Baden-Württemberg. „Die größeren Triathlons werden von Agenturen organisiert, wir machen hier alles vereinsintern“, sagt Börner. Dafür waren 130 Helfer zwei Tage lang im Einsatz. „Das sind alles Mitglieder, Freunde und Verwandte. Wir sind ein eingespieltes Team und haben teils sehr erfahrene Helfer“, sagt Börner. Für die Organisatoren Gerhard Weiland und Hans-Peter Diel war der Sonntag dennoch ein Großkampftag. „Wir treffen uns im Plenum nur zweimal vor dem Wettbewerb. Trotzdem läuft es in diesem Jahr wieder wie am Schnürchen“, freut sich der Abteilungsleiter.

 

Einzig der Regen vom Vortag hatte für einige Probleme gesorgt. „Wir mussten die Strecke auf den Feldern heute Morgen noch einmal säubern. Der Regen hat Schlamm auf den Feldweg gespült, das wäre sonst sehr rutschig gewesen“, sagt Börner. „Aber auch damit sind wir rechtzeitig fertig geworden.“ Für viele Triathleten ist der Sika-Triathlon ein Saisonabschluss. „Die Leute kommen hier noch einmal zum Spaß hin“, sagt Klaus Herrmann. „Schließlich ist es die letzte Freiluftveranstaltung im Jahr.“ Für die ambitionierteren Sportler ist der Wettkampf in Kornwestheim eher ein Vorbereitungslauf. „Manche Teilnehmer wollen zur WM auf Hawaii im Oktober“, berichtet er. „Unser Fokus liegt aber trotzdem auf dem Breitensport. Hier kann sich der Hobbysportler mit dem WM-Teilnehmer in familiärer Atmosphäre messen.“ Die beiden schnellsten Sportler in diesem Jahr brachten beachtliche Zeiten auf die Uhr. Mit 1:00:50 bestieg Christian Burkhardt das Siegertreppchen. „Die 50 Sekunden stören mich nicht, auch wenn ich es gerne unter einer Stunde geschafft hätte“, räumt er ein. „Es waren einige starke Leute hier und ganz sicher kann man ja nie sein, ob man tatsächlich gewinnt.“ Dennoch ist Burkhardt in guter Form. „Das ist für mich der Saisonabschluss“, sagt er.

 

Karoline Brüstle gewann bei den Frauen. Mit amtlichen 1:07:25 Stunden setzte sie sich gegen die starke Konkurrenz durch. „Ich habe mich ziemlich spontan entschieden, hier zu starten“, sagt sie. „Der Triathlon in Kornwestheim macht immer Spaß und die Strecke ist toll.“ Auch Brüstle ist mit ihrer Zeit zufrieden. „Nach einer ordentlichen Wettkampfsaison ist das hier genau das Richtige. Es ist eine entspannte Runde in toller Atmosphäre“, sagt sie. Bei internationalen Wettkämpfen werden die beiden 2017 wohl nicht antreten. „Es ist ein toller Abschluss für uns und das Wetter hat ja auch mitgespielt. Ich bin entspannt an die Sache herangegangen“, sagt Burkhardt.

 

 

 

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