2022


Mitteldistanz Ocean Lava Vrsar/Kroatien    22.10.2022

Im schönen Vrsar an der kroatischen Küste in Istrien fand zum dritten Mal eine Mitteldistanz der Ocean Lava Serie statt. Es war mein zweiter Start an diesem Wettbewerb und das Ziel war klar. Zum einen die desaströse Schwimmzeit aus 2021 zu egalisieren und den Neoprenanzug mal zur Abwechslung richtig anzuziehen, zum anderen hatte ich auch vor meine Gesamtzeit vom Vorjahr zu unterbieten. Es war also in erster Linie ein Rennen gegen mich selbst.

 

Nach dem traditionellen Schwimmstart, unter Getöse der jährlich angestimmten Starthymne Thunderstruck von AC/DC, ging es in das 19° warme Wasser der Adria. Der Start verlief recht gut und ich fand nach kurzer Zeit eine Gruppe aus 5 Schwimmern die ich bis zur 4 Boje begleiten konnte. Die Begleitung endete jedoch abrupt. Auf die Gründe gehe ich hier nicht näher ein. Nach genau 40 Minuten kam ich dann aus dem Wasser und war somit nach dem Schwimmausstieg 12. und somit Vorletzter meiner AK. In der Gesamtplatzierung sah es nicht ganz so schlimm aus. Da befand ich mich auf Platz 38 von 58 Starterinnen und Startern. Mit dem Blick auf die Uhr und in die Wechselzone wurde mir klar, dass es nicht so düster ausschaut wie vergangenen Oktober.

 

Mit skizunftgerechter Wechselzeit von 1 Minute und 40 Sekunden konnte ich 2 Minuten und 20 Sekunden auf einen Freund und direkten Konkurrenten aus Sarajevo gut machen, der bereits 6 Minuten vor mir aus dem Wasser kam. Nun hieß es, ab aufs Rad. Auf dem Weg aus der Wechselzone fielen dann die Gummibefestigungen ab und die Radschuhe drehten frei. „Wieder so ein Patzer!“, dachte ich mir und stieg ohne weiter zu überlegen auf den Bock und fuhr einfach los. Die Füße gingen dann doch schneller als gedacht in die Schuhe.

 

Nun war ich plötzlich voller Tatendrang und es kam wie es kommen musste. Der steile Anstieg direkt am Anfang nach der ca. 400m langen Ortsausfahrt zog mir jedoch sofort den Stecker und brachte mich aber auch wieder zur Besinnung. Schwer sabbernd und mit einem Puls von weit über 170 Bpm nach dem Anstieg, war es leichter sich wieder zu disziplinieren und die geplanten Wattwerte einzuhalten.

 

Der Radkurs war insgesamt sehr wellig und mit vielen kleineren Anstiegen übersät. Gefühlt wirkte es auf dem Rad so, als ob man nur bergauf fährt. Die knapp 1150 Höhenmeter waren auf dieser Strecke wirklich anspruchsvoll. Aber nicht nur die Anstiege, auch der Kurs hatte seine Tücken. Am Vorabend gab es noch eine Streckenänderung zum Vorjahr. Die Gesamtstrecke wurde so gekürzt, dass nun insgesamt 4 statt 2 Runden zu absolvieren waren. Die Rundenstrecke selbst führte nun hauptsächlich durch die kleinen Ortschaften mit vielen Geschwindigkeitsbarrieren und über kurvenreiche Feldwege auf welchen auch viel Schotter und Kies lag. Nach der ersten Runde wurde mir klar, dass wohl nicht viel mehr als ein 30er Schnitt drin war. Nach genau 3 Stunden und 2 Minuten kam ich, etwas enttäuscht von meiner Radzeit, wieder an der Wechselzone an.

 

Mein Freund und Konkurrent, der ein wesentlich besserer Schwimmer und Radfahrer ist, war jedoch nur eine Minute schneller auf dem Rad. Somit war der Abstand zu ihm mit 4 Minuten und 22 Sekunden noch überschaubar. Ich hatte also noch 21 Km und hielt das Heft selbst in der Hand. Ich rechnete damit ihn etwa bei Km 15 -17 einzuholen, es ging dann aber doch schneller. Schon beim Turn ,der ersten von vier Laufrunden, sah ich ihn entgegenkommen und wusste „ Hoppla, das sind keine 4 Minuten mehr!“. Also Gel rein und Gas! Bei Km 7 kurz vor dem zweiten Turn hatte ich ihn eingeholt und konnte dann den Vorsprung immer weiter ausbauen. Dabei kam es zu einem zweiten Duell mit einem Namensvetter aus Dubrovnik. Ich überholte diesen Athleten bei km 14. Dann kam es aber zu der Situation, ich kam nicht weg von ihm und er konnte mich nicht einholen. Der Abstand war eingefroren.

 

Bei Km 17 machte mir meine linke Wade wieder mal einen Strich durch die Rechnung. Es krampfte wieder und ich musste das Tempo kurz reduzieren. Ihm reichte mein kurzer Einbruch jedoch aus, um mich einzuholen und das gab ihm dann noch den Impuls ein grandioses Finish hinzulegen. Auf den letzten beiden Kilometern nahm er mir dann mehr als 1 Minute ab und kam direkt vor mir ins Ziel. Bei meinem Zieleinlauf wartete er auf mich und sprach mich an. Sportlich war ich unterlegen, aber es war einfach ein tolles Finish. Insgesamt konnte ich mit 5 Stunden und 32 Minuten mein Ergebnis vom Vorjahr um 8 Minuten unterbieten. Leider ist es aufgrund der geänderten Radstrecke nicht ganz vergleichbar. Wobei die Radstrecke dieses Jahr subjektiv anspruchsvoller gewesen ist. Das Erlebnis und die neuen Bekanntschaften waren es wert und ich werde wieder an den Start gehen. Wenn es mir denn möglich sein sollte. Ich freue mich auf 2023 und nun geht es in die Off Season, oder so ähnlich.

Liebe Grüße

Danijel


Ironman Weltmeisterschaft Hawaii  06.10.2022

Bericht von Gerhard Weiland

 

Nach 2 Jahren pandemiebedingter Pause war es endlich soweit. Die Ironman Weltmeisterschaft konnte wieder auf Hawaii stattfinden. Da sich in diesem Zeitraum mehr als doppelt so viele Athleten wie üblich qualifiziert hatten entschieden sich die Veranstalter das Rennen an 2 Tagen durchzuführen.

Für mich hieß das in der AK60 bereits am Donnerstag mit allen Frauen und einigen Männer Altersklassen anzutreten.

Nachdem ich mich bereits im November 2020 in Cozumel qualifizieren konnte hatte die lange Wartezeit damit endlich ein Ende.

Für mich selbst bedeutete diese Teilnahme noch etwas mehr. Nach jetzt 3 Hawaii Starts und insgesamt 10 Langdistanzen sollte dies meine letzte Langdistanz werden. Entsprechend ging es vorwiegend darum den Wettkampf und die Atmosphäre zu genießen, eine gute Zielzeit oder Platzierung wäre schön gewesen stand aber nicht im Vordergrund.

Zudem bleibt dieser Wettkampf aufgrund des Profils und der unbarmherzigen Hitze ohne Schatten der schwerste der Welt und fordert dem Körper auch beim "Genießen" alles ab.

Die Vorbereitung auf der Insel hieß  nur eine Woche vorher anreisen und sich an Hitze und Klima zu gewöhnen. Hartes Training ist nicht mehr nötig! Keinesfalls entgehen lassen darf man sich aber das traditionelle ca 1000m lange Schwimmen am Morgen zum "Kaffeboot" um sich "auf hoher See" einen Becher leckeren "Kona Kaffee" abzuholen. Dieser Kaffee aus Holualoa etwas oberhalb von Kona wird von Kennern aus aller Welt geschätzt und ist wunderbar aromatisch und säurearm.

Hinzu kam ein Aktivierungslauf und eine kurze Radausfahrt um das Setup zu testen. Radtechnisch ist die Firma Canyon vor Ort vertreten und bot einen kostenlosen Radcheck plus Reinigung an, welchen ich gerne in Anspruch nahm. Leider sollte gerade das aber unterwegs für einige Schrecksekunden sorgen. Doch von vorne:

Leicht erkältet von den starken Klimaanlagen im Einkaufscenter ging es am Donnerstag pünktlich um 7.30 los. Ähnlich wie in Roth darf man dabei nicht zu spät ins Wasser da man zunächst ca 200m bis zur Startlinie schwimmen muss. Dann fiel der Startschuss im 28C warmen Wasser ohne Neo und das Feld bewegte sich in die strahlende Morgensonne hinein. Mir gelang dabei ein guter Schwimmsplit und bereits nach 1.16min durfte ich im vorderen Drittel der AK60 aus dem Wasser steigen. Ich nahm mir Zeit das Salzwasser abzuduschen aber dann kam schon die erste Schrecksekunde. Mein Wechselbeutel fehlte. Ein Athlet hatte ihn wohl versehentlich mitgenommen und einfach im Wechselzelt liegenlassen. Sehr freundliche Helfer sollten ihn aber nach einigen Minuten finden und das Rennen konnte zum Glück für mich weitergehen. Der restliche Wechsel gelang gut und zügig. Mein Rad hatte einen sehr exponierten Platz in vorderster Front und war leicht zu finden.

Es folgte der schönste aber leider nur 12km lange Teil der Radstrecke durch Kona hin und zurück bis es die steile Palani road links hinaus auf den QueenK Highway in die einsame Lavawüste ging. An der Palani sah ich auch zu meiner Freude meine liebe Frau Silke und meinen Freund und Trainer David, so ging es mit "good vibrations" weiter. Nach wenigen Radkilometern kam es zur zweiten Schrecksekunde. Das Canyon Team hatte den Schlauch meines Trinksystems nicht richtig eingesteckt was ohne Werkzeug unterwegs nicht zu beheben war. Das Trinkystem blieb voll und unangetastet, ich war auf das Trinken aus der einzigen Trinkflasche hinter dem Sattel angewiesen. Dies erfordert etwas Geschick und Beweglichkeit da man die Flasche sozusagen blind hinter dem Rücken greift. Ich nahm mir daraus folgend Zeit an allen Verpflegungsstationen um neue Flaschen aufzunehmen und eine zweite gereichte Wasserflasche über den Kopf zu gießen. Die Hitze ist auf Dauer nahezu unerträglich. Der Kurs ist wellig und sehr eintönig mit leichtem Gegenwind behaftet, es heißt sich gut zu konzentrieren. An der Wende in Hawi nach ca 100km kommt die größte Herausforderung mit einem ca 6km Anstieg und heftigem Gegenwind bis dann nach der Wende der Rückenwind für 6km kurze Erleichterung sorgt. Aus Tempo 15 wird kurzzeitig Tempo 50! Doch die Freude währt nicht lange:

Die größte Challenge ist auf dem Rückweg der Punkt 12 Uhr drehende "Mumuku" Wind der auch auf dem welligen und heißen Rückweg für nun stärker werdenden Gegenwind sorgte. So konnte ich auch die angestrebte Zielzeit von unter 6 Stunden nicht erreichen und kam nach endlosen 6.25 Std und einem Schnitt von 28km/h in die Wechselzone. Mehr war an diesem Tag nicht drin. Doch es galt ja noch den Marathon zu absolvieren.

Ich nahm mir vor entgegen meiner normalen Praxis an jeder Verpflegungsstation zu gehen und mich dort gut zu versorgen. Dies war auch nötig da die Stationen aufgrund mangelnder Helfer nur alle 3km aufgebaut waren. Eine sehr lange Zeit in der Hitze. So ging es auf den ersten 12km auf dem belebten und von Fans gesäumten Alii Drive noch gut voran. Doch es blieben nach der nochmals nun zu Fuß zu absolvierenden bergauf steilen Palani road immer noch 30 harte, einsame und heiße km durch die Steinwüste zu laufen. Mein Tempo wurde immer langsamer, Schwindel machte sich breit, sicher auch der leichten Erkältung geschuldet. So schleppte ich mich die km rückwärts zählend mit abwechselnd Gehen und Laufen über den Kurs. Dreimal konnte ich noch eine Hühnersuppe nehmen zum Sprechen und Bedanken war ich kaum noch fähig. Es wurde dann auch Nacht und ich bekam einen netten Leuchtstab umgehängt da es in der Wüste schon extrem dunkel ist. 4km vor dem Ziel tauchte dann wie ein Wunder mein Freund David auf der mich an der gelben Neon Mütze überhaupt erst erkennen konnte. Wir liefen ein Stück zusammen und gingen dann gemeinsam die letzte Steigung über ca 2km hinauf , dabei erzählte er mir wer das Rennen gewonnen hatte und wie es meinen Freunden und Mitstreitern Oliver und Marion ging. Oben am Ortseingang war endlich alles so gut wie überstanden. Ich verabschiedete mich, warf den Leuchtstab freundlichen Helfern zu und konnte die letzten 2km bergab mit einer Schleife an der Expo vorbei nochmals Tempo aufnehmen.

Endlich angekommen auf dem Alii drive durfte ich den magic carpet betreten und im Ziel ein letztes Mal die berühmten Worte von Mike Riley hören: "You are an Ironman".

Es war die Zeit für die großen, will nicht sagen riesigen Glücksgefühle !!!

Mike Riley hatte dabei genau wie ich seinen letzten Einsatz beim Ironman Hawaii. Er geht in Rente und ich konzentriere mich zukünftig auf die schönen 70.3 Rennen. Danke an alle die mich zu Hause am Tracker verfolgt haben und sorry für diese langen 13.30 Stunden. Es wird nicht wieder vorkommen ;-)


Ironman Kalmar 20.08.2022

Bericht von Lars Grünkorn:

 

Knapp zwei Monate nach der schönen Erfahrung beim Ironman Frankfurt, entschied ich mich einen neuen Versuch mit neuem Rad anzugehen. Knapp vier Wochen vor dem Start ereilte mich noch eine Corona-Infektion, ich schaffte es aber noch rechtzeitig gesund und mit Vorfreude zum Start.

 

Schwimmen: ich hatte mich diesmal in der Sub 1:00 h aufgestellt. Da sich viele Athleten überschätzen war dies eine gute Wahl. Es lief soweit gut mit 1:04h, die Strecke kam mir allerdings länger vor als in Frankfurt. Ansonsten war es ein Vergnügen vor begeisterten Zuschauern am Ufer entlang zu schwimmen.

 

In der T1 hatte ich einen leichten Krampf in der linken Wade (wohl zu viel Pull Bouy geschwommen im Training), es ging aber weiter.

 

Rad: Pünktlich zum Wettkampf fiel meine Wattmessung aus, also hieß es nach Puls fahren. Es ging erstmal über eine kilometerlange Brücke auf die Nachbarinsel Öland. Dort dann die Hälfte der Strecke ein wunderbarer Kurs, flach und auch nicht so viele Kurven, allerdings Gegenwind. Auf dem Rückweg gab es noch ein paar Höhenmeter. Ich plante ein wenig mutiger zu sein und löste mich von einer Gruppe - ab KM 95 bin ich dann quasi alleine gefahren.

Habe bei KM 150 meine Gelflasche bei einem Bahnübergang verloren, nicht dramatisch, aber die letzten 30km gabs nur Wasser. Insgesamt war ich 4:54h unterwegs.

 

Laufen: ich habe mich beim Anlaufen etwas schlechter gefühlt als in Frankfurt, daher direkt mit Gels verpflegt um Energie reinzubekommen. Es hat sich zum Glück eingependelt und die ersten 20km waren eigentlich recht flott bei mega Kulisse. Hinten raus wurde es allerdings eng mit der Energie, ich schaffte es aber mit reduzierter Geschwindigkeit und Toilettenstopp in neuer Bestzeit in 9:32h ins Ziel.

 

Insgesamt ein toller Wettkampf, der bei mir aufgrund eigener Leistung und perfekter Organisation sehr positiv in Errinnerung bleiben wird.

 

Bericht von Gerhard Weiland

 

Nur 6 Wochen vor meinem Start auf Hawaii war dieser Wettkampf nicht unbedingt geplant. Da ich aber bereits vor 2 Jahren gemeldet hatte, landete durch die Corona bedingte Verschiebung der Wettkampf zusätzlich in meinem Rennkalender.

Tatsächlich ist Kalmar ein wunderbarer Ort für eine Langdistanz: Athmosphäre, Begeisterung der Zuschauer und eine schöne Kursgestaltung machen diesen Wettkampf lohnenswert.

Da ich die Qualifikation für Hawaii bereits hatte, war das Ziel einen guten Wettkampf zu absolvieren und wenn möglich das Podium zu erreichen.

 

Schwimmen:

Etwas ambitioniert aber am Ende genau richtig sortierte ich mich in der hinteren sub 1.10h Gruppe ein. Da das Tempo dann im Wasserschatten recht zügig wurde stellte ich die Technik auf Zweierzug um und konnte dadurch ein höheres Tempo bis zum Ende der 3,8k halten. Durch das stressfreiere Schwimmen am Rand des Felds  waren es am Ende zwar ca 4.0km aber mit der Zeit von 1.08h war ich extrem zufrieden.

Später sah ich dass dies sogar die drittschnellste Zeit meiner AK war. Unglaublich.

 

Radfahren:

Mit neuer Zeitfahrmaschine gelang mir auf den ersten 100km ein guter Radsplit um die 36km/h. Danach wurde der Kurs windiger und hügeliger und mich verließen die Kräfte. So war ich froh dass ich nach am Ende sehr harten  5.22 Std die Wechselzone erreichen konnte. Die Versorgung klappte auf dem Rad recht gut, die Gelflasche hatte genügend Kohlehydrate für den Radkurs geliefert.

 

Laufen:

Eigentlich meine stärkste Disziplin war das heute nicht mein Tag und ich musste mich immer wieder neu motivieren. Die ersten 20km lief es noch recht gut und nur geringfügig langsamer als nach Plan. Doch das Drama nahm hier schon seinen Lauf. Meine Verpflegungsstrategie sah vor ca 3 Gels pro Stunde einzunehmen um die nötige Energie zu erhalten. Ich selbst hate 4 Gels mit Koffein in der Rückentasche und wollte diese alle Stunde zu nehmen. Der Veranstalter selbst bietet unterwegs Gels mit und ohne Koffein an, also im Grunde kein Problem. Doch bereits nach der ersten Station gab es an den Verpflegungsstationen nur noch Gel mit Koffein und ich hatte daher pro Stunde 300mg Koffein in Dosis von ca 9 Espresso. Mir wurde langsam etwas schwindlig und der Magen rebellierte gegen alles was ich aufnahm. Ohne Nahrung ging aber auch nicht und Bananen liefern die Energie nicht schnell genug. Ich wurde immer langsamer und schleppte mich mit am Ende ca 36 Espressi zwischen Magenkrämpfen, Schwindel und Energieverlust nach 4.22h ins Ziel.

Im Ziel konnte ich dann taumelnd nur mit Unterstützung von Helfern eine Liege im Sanizelt erreichen. Nach ca 20min ging es dann etwas besser und ich realisierte dass es in 11.02h trotzdem zu Rang 3 in der Altersklasse und damit aufs berühmte Podium gereicht hatte. Anscheinend hatten auch andere Athleten in der AK60 ihre Probleme.

Am nächsten Morgen gab es nach dem Koffein Flash übrigens keinen Kaffee sondern Kräutertee :-).

 

Fazit, ein sehr schöner Wettkampf und ich bin froh ihn gut durchgestanden zu haben.

Jetzt heißt es gut erholen, nochmals vor Hawaii neu aufbauen und an der Verpflegungsstrategie arbeiten.

 


Ironman EM Frankfurt, 26.06.

Lars Grünkorn       9:53:02

Lars Empacher    10:41:59

Markus Börner    10:50:58

Danijel Cakeljic   11:59:35

Uwe Lercher        13:59:05

Im Folgenden die Berichte unserer Kornwestheimer Starter

Lars Grünkorn
Mein Tag begann etwas hektisch, da das Shuttle im Stau stand und wir die letzten 2km zum Start zu Fuß bewältigen mussten. Mit einem kurzen Morgensprint und Unterstützung der Mitstarter schaffte ich es aber noch noch pünktlich zum Schwimmstart und fand mich neben dem Nachrichtenmoderator Thorsten Schröder in der Sub 1:05h Gruppe ein.
Auf ging es in den Langener Waldsee…nach zügigem Anschwimmen ließ sich es ziemlich ruhig (energiesparend) angehen und war planmäßig nach etwa 1:04h aus dem Wasser.
Beim Radwechsel, ein kurzer Schreckmoment. Beim Aufstieg auf das Rad merkte ich, dass mein Zeitchip fehlte. Dieser hatte sich aufgrund eines Schlages beim Schwimmen gelockert. Ich lief zurück zum Wechselplatz und wurde zum Glück fündig.

Auf dem Rad spürte ich Spaß am Sport , ohne Wattmessung und dem Rennrad ohne Auflieger war der Druck abgefallen. An den Anstiegen konnte ich mich nach vorne arbeiten und sparte ansonsten Kräfte.
Für das Laufen war ich bereits optimistisch, weil die Verpflegung planmäßig lief und die geistige Frische vorhanden war. Nach ca. 5:22h endete das Vergnügen, unter den Umständen für mich ok.
Mit flotten Wechsel in die Laufschuhe machte ich mich auf die abschließenden 42 km. Von Zuschauern und zahlreichen Bekannten getragen lief ich die ersten 10km mit ~4:15/km etwas schnell an und zügelte mich dann ein wenig. Bei der Verpflegung lief nicht mehr alles optimal aber ich konnte ohne größeres Leiden in 3:18h und gesamt 9:53h im Römer einlaufen.
Dort begegnete mir wieder Thorsten Schröder, der ein paar Minuten später einlief. Dem Gesichtszügen nach hatte er mehr gelitten.
Fazit: Nach Sturz im Vorwettkampf einschließlich kaputten Wettkampfrad ein versöhnlicher Abschluss für mich, der Motivitation für die nächsten Aufgaben gibt.

Lars Empacher

Als im Nov. 2022 nach dem Schwimmtraining von einem Ironman die Rede war, bin ich sofort hellhörig geworden, weil ich doch eher der untergewichtige Ausdauer-Typ bin, als mit Schnellkraft gesegnet. Als dann aber auch gesprochen wurde über Radreisen auf Mallorca, dezidierte Schwimm-Trainingswochen, Streckenbesichtigung in Frankfurt und Faschingsferien mit Rennrad in Südfrankreich, habe ich wegen des Aufwandes wieder kalte Füße bekommen.

Dennoch habe ich die ganzen Monate motiviert trainiert. Da war einmal die Mitverantwortung in der Ü40-Vereinswertung, aber auch der Spaß am Trainingsfortschritt, eine Anmeldung zum Mitteldistanz-Triathlon und vor allem die vielfältigen Trainings-Angebote der Triathlon-Abteilung.

Im Mai hatte ich dann tatsächlich einige Wettkämpfe, mit denen ich durchweg zufrieden sein konnte. Als 19 Tage vor dem Frankfurt-Termin, dem Ironman mit der für Kornwestheimer kürzesten Anreise, noch ein paar Startplätze freigeschaltet wurden, habe ich mich kurzfristig angemeldet.

Da war es natürlich zu spät für besonders lange Trainings-Einheiten oder die Anschaffung einer adäquaten Rad-Ausstattung. Auf dem Tiefpunkt war das Selbstvertrauen zu Beginn der Wettkampfwoche, als zudem noch etwas Halsweh einsetzte. Trotz aller Erfahrung konnte ich nicht unterscheiden zwischen reiner Nervosität und einer tatsächlichen Krankheit.

Am Rennwochenende versuche ich immer möglichst lange daheim in gewohnter Umgebung zu bleiben. Anreise am Samstag, Treffen mit den Kameraden, gemeinsamer Rad-Checkin, Italiener am Abend und selbst das Aufstehen um 3:00Uhr haben problemlos geklappt, weil ohne Zeitstress und gut vorbereitet.

 Zum Rennen: Beim Schwimmen konnte ich über weite Strecken einem unbekannten Athleten mit Neo von 2XU und weißem Pflaster am rechten Fuß folgen. Das kostet mich erheblich Konzentration, spart aber Kräfte, sodass ich im virtuellen Wettstreit gleich nach Torsten Schröder aus dem Wasser gestiegen bin.

Beim Radfahren kann ich dann üblicherweise viel Überholen. Nur gegen Ende musste ich v.a. auf Bergab-Strecken wieder mehrere Rennmaschinen passieren lassen.

Auch das Laufen habe ich leider etwas zu schnell angegangen, u.a. weil ich erst nach einer dreiviertel Stunde ein verlässliches Kilometer-Schild entdeckt habe. Dafür musste ich gegen Ende mit mehreren Geh-Passagen Tribut zollen.

In Erinnerung bleiben mir v.a. die Begegnungen im Wettkampf. Da ist der eigens angereiste Ägypter neben mir im Startblock und DNF in der Ergebnisliste, Uwe in der Wechselzone, Markus von hinten kommend auf dem Rad, Vereinskollege Herbert in der Ortsdurchfahrt mit dem Kopfstein-Pflaster, nochmal Uwe auf der Laufstrecke mit einem Kurzbericht seiner Hinterrad-Odyssee, und nicht zuletzt die mitgereisten Begleiterinnen mehrfach am Ufer des Mains.

Und die Highlights waren erstens das Erreichen der ersten Wechselzone, zweitens die Ankunft nach dem Radfahren und letztlich der Zieleinlauf am Frankfurter Römer.

Markus Börner

Am 26.06.2022 war es nach der langen Vorbereitung endlich soweit, ich würde mit den anderen KWHlern beim Ironman Frankfurt am Start stehen. Meine Vorbereitung war sicherlich nicht optimal verlaufen, und trotzdem war ich einigermaßen froh, dass es nun endlich zum Finale kam. Ich reiste am Fr. an und wollte an den zwei Tagen ohne Stress die Atmosphäre und den Trubel der Ironman-Veranstaltung auf mich wirken lassen. In Frankfurt traf ich Uwe und Petra sowie Danijel, die auch am Freitag angereist waren. Meine Familie würde abends kommen und Empachers am Samstag.
Am ersten Tag standen die Anmeldung, die Wettkampfbesprechung am Römer und die Pasta-Party in der Eissporthalle auf dem Programm. Es deutete sich freitags bereits an, dass es im Unterschied zu meinem ersten Rennen in Frankfurt 2019, keine Hitzeschlacht werden würde. Ich war mir auch recht sicher, dass der Neo erlaubt sein würde.

Trotzdem stieg meine Anspannung von Stunde zu Stunde. Man versucht sich zwar das Rennen gedanklich in kleine Abschnitte einzuteilen und trotzdem weiß man stets, dass die tatsächliche Belastung weit über dem liegen wird, was - zumindest ich - Training simuliert habe.

Am Sa. checkten wir gemeinsam die Räder in der WZ am Langener Waldsee und versuchten danach noch etwas Ruhe zu finden, um langsam den Fokus auf das kommende Rennen zu legen. Abends gingen wir noch gemeinsam mit den Familien zum Abendessen und verabredeten uns zum Frühstück.
Der längste Tag des Jahres begann um 03:30Uhr. Alles lag bereit und war geplant. Wir nahmen die erste S-Bahn Richting Shuttle-Bus zum Start - und fuhren in die falsche Richtung.
Keine Panik.
Wir liefen letztlich zu Fuß zum Shuttle und waren schließlich immer noch mit dem ersten Bus in der Wechselzone am Langener Waldsee.

Jeder von uns war nun bereits in seinem eigenen Tunnel und wir stellten uns je nach erwarteter Schwimmzeit in den verschieden Startkanälen auf.

Ab 06:35Uhr erfolgte der Schwimmstart der AgeGrouper. Gute 10min später begann mein Rennen. Die ersten 1500m bis zum Landgang verliefen gut, zügig und ohne Getümmel.

Nach dem Landgang und einem weiteren km spürte ich ein erstes leichtes Krampfen in der Wade. Mist. Mein altes Problem, welches ich wohl doch nicht wegtrainieren konnte. Ich hatte Salz genommen, Seewasser getrunken und trotzdem ging es wieder los. Mist ! Also musste ich langsamer schwimmen. Ich schlug mich durch und bekam nochmals einen stärkeren Krampf auf den letzten 500m. Egal. Mit Neo ist es wenigstens ungefährlich und – nur - schmerzhaft. In 1:08h erreichte ich den Ausstieg.
Der Wechsel auf das Rad verlief problemlos.

Die ersten Rad-Km verliefen flach und wir durchquerten Frankfurt bis wir den eigentlich Rundkurs à 90km erreichten. Ungefähr bei Km 10 erwischte ich ein Schlagloch und verlor meine Gelflasche mit den abgemessenen Kohlenhydraten für die nächsten 6h. Ich bemerkte es nicht sofort und traf dann die Entscheidung weiterzufahren und mich ausschließlich an den Verpflegungsstellen zu versorgen. Im Nachhinein war es ein Fehler gewesen nicht zurückzufahren. Allerdings wirkte sich diese Fehlentscheidung noch nicht auf die Radleistung aus. Ich kannte das Streckenprofil recht gut und fuhr sehr dosiert.

Nach 70km bekam ich eine blaue Karte wg. Windschattenfahrens gezeigt. Wahrscheinlich zu Recht, auch wenn ich sicherlich noch 10m Abstand hatte. Es ging leicht bergauf, so dass ich von hinten auf einen Pulk von Radlern auffuhr, die ich aber nicht in einem Streich überholen konnte und wollte.

Ich versuchte es positiv zu sehen, denn ich traf im Penaltyzelt auf großzügige KaRis, die mich in den 5min Strafzeit essen - und aufs Dixi ließen.

 Die zweite Runde verlief (überraschend) problemlos und ohne weitere nennenswerte Vorfälle. Es folgte der Wechsel auf die Marathon-Strecke, 4 Runden entlang des Mains. 

Nach der langen Radfahrt läuft man meist anfangs noch mit einem unguten Gefühle, aber trotzdem vergleichsweise recht schnell. Man ist sogar eigentlich froh, die irgendwann unangenehme Aeroposition endlich verlassen zu können.
Diese Freude hält aber meist leider nicht lange an ;)
Ich lief den ersten Km wie auf Eiern – ganz normal. Auch der zweite fühlte sich noch träge an und schleppend an. Nun ja, dachte ich, es ist ja auch eine ganz ordentliche Vorbelastung gewesen. Spätestens ab Km 4 dämmerte mir, dass die Beine heute nicht mehr viel besser werden würden und ich nur mein "Rückfalltempo" würde laufen können. Das ist das Tempo, mit dem ich sicher ins Ziel komme, allerdings mit -, und in der Dynamik einer Superzeitlupe.

Die ersten 20km wurden deshalb für mich die schwersten, weil es mir nicht gelingen wollte positive Gedanken zu fassen. Die anderen Läufer flogen regelrecht an mir vorbei, so kam es mir vor. Auch Lars E. nach Km8. So trottete ich dahin und hatte viel Zeit an meine verlorene Verpflegung zu denken. Also Plan B. Irgendetwas musste ich probieren, es konnte ja nicht mehr langsamer werden. Ich begann alle angebotenen Gels und Getränke großzügig auszuprobieren. Ich wurde zwar nicht schneller, aber es lief tatsächlich nach den koffeinhaltigen Gels und Getränken irgendwie leichter und brachte mich durch die zweite Hälfte des Marathons.

Als es dann auch nur noch 2, und schließlich eine Runde zu laufen waren, setzte sich endlich

die Vorfreude auf den Zieleinlauf am Römer durch.

Spätestens im Zielkanal fiel die letzte Anspannung ab, und auch, wenn ich hier überwiegend negative Aspekte berichtet habe, war ich wirklich zufrieden und froh.

Ich hatte Strecke geschafft, dabei meine Krisen überwunden. Das eigentliche Rennen ist für mich auch nur das letzte Drittel einer Langdistanz. Ich hatte eine tolle Vorbereitung mit den KWHlern gehabt, alles nach der langen Triathlon-Abstinenz der letzten beiden Jahre.

Die Sahnehäubchen auf den Tag waren für mich dann noch den bewegenden Zieleinlauf von Danijel -, und den großen Kampf von Uwe miterleben zu können. Außerdem freute ich mich über die starken Leistungen der beiden Larse. Die großen Fortschritte der beiden haben wir ja schon im Training miterlebt, aber schließlich konnten sie diese in Frankfurt auch perfekt umsetzen und Ihre Ziele erreichen.

Es war wieder ein tolles Erlebnis.

 

Danijel Cakelic

Nach einer fast dreijährigen Vorbereitung auf eine Langdistanz war es nun soweit. Bereits Ende Oktober 2018 begann ich mich mit dem Projekt Langdistanz ernsthafter zu beschäftigen.

Mitte 2019 fiel dann die endgültige Entscheidung und ich meldete mich für den Ironman Kalmar 2020 an. Nach zweimaliger Corona bedingter Terminverschiebung befand ich mich plötzlich in einem Dauerzustand der Wettkampfvorbereitung. Sicherlich an der ein oder anderen Stelle übermotiviert und mit zu wenig Ruhetagen zwischen den Trainingseinheiten. Ich war aber fest entschlossen dieses Vorhaben zu Ende zu bringen.

In Frankfurt war es dann soweit. Vor dem Schwimmstart stand ich mit Uwe Lercher zusammen, der keinerlei Nervosität zeigte. Auf mich wirkte das unglaublich beruhigend und war für mich ein Glück beim Start. Als es dann ins Wasser ging, war die Aufregung und Nervosität wie verflogen. „Darauf hast Du so lange hingearbeitet! Das wolltest Du! Jetzt hast Du es!“ das waren die ersten Gedanken auf den ersten Metern meines ersten Langdistanz Triathlons.

Für meine Verhältnisse verlief das Schwimmen relativ unaufgeregt und ich kam dann auch in der kalkulierten Zeit nach 1 Stunde und 21 Minuten aus dem Wasser. Auch bei den Wechseln verfiel ich in keine Hektik, was bei den kürzeren Distanzen häufig ein Problem bei mir war und mir dadurch viele zeitintensive kleine Fehler unterliefen. Hier ließ ich mir Zeit und das war auch gut so.

Nach dem Wechsel auf das Rad verlief es dann relativ unspektakulär. Ich konnte mich in einigen Situationen gut beherrschen und bin die 180km konsequent in meinem entsprechenden Leistungsbereich gefahren. In der Vergangenheit habe ich mich oft durch die Geschwindigkeits-anzeige des Tachos zu Dummheiten verleiten lassen. Diesmal passierte mir das nicht. Nach 5 Stunden und 39 Minuten stieg ich überraschend entspannt vom Rad und auch der zweite Wechsel verlief recht gelassen.

Dann ging es raus auf die Laufstrecke und ich hatte erstaunlich gute Laufbeine, so dass ich mich zwingen musste langsamer zu laufen. Ich versuchte mir immer wieder vor Augen zu halten: „Das ist ein Marathon! Da kommen noch einige Kilometer! MACH LANGSAM!“.

Bis auf die ersten beiden Kilometer gelang es mir auch ganz gut. Ich fühlte mich frisch, hatte orthopädisch keine Probleme und auch keinen Hungerast. Es lief perfekt nach Plan. Dann aber ab Kilometer 26 machte meine linke Wade wieder zu. Es krampfte ohne Vorankündigung und das überraschte mich deswegen auch umso mehr. Mit dieser Problematik kämpfe ich nun schon länger aber in der Regel kündigen sich die Wadenkrämpfe vorher an. Das war diesmal nicht so. Salz half nur kurzzeitig, so dass ich die letzten Kilometer einen Strategiewechsel vornehmen musste. Ich merkte, sobald ich die Geschwindigkeit erhöhe, geht die Wade irgendwann wieder zu. Ich entschloss mich dann immer 1/3 des kommenden Kilometer zu gehen und 2/3 zu laufen. Nach zwei bis drei Kilometern merkte ich dann, ok das wird kein Glanzstück aber Du kommst ins Ziel.

Als ich dann den Römer hinauf lief in Richtung Ziel, brach es aus mir heraus! Solch spontane emotionale und nicht kontrollierbare Reaktionen kenne ich von mir eigentlich kaum. Der Zieleinlauf war sehr schön und ich habe jede Sekunde genossen.

Dass ich so etwas erleben durfte und konnte ist aber zum größten Teil unserem Verein und allen Trainern und Trainingskameraden zu verdanken. In den letzten beiden Jahren habe ich sehr viel dazu gelernt und ich bin froh den Weg zum SZ Kornwestheim Triathlon gefunden zu haben. An Klaus Herrmann gilt an dieser Stelle ein besonderer Dank. Es ist bekannt, dass ich sehr kritisch mit meinen eigenen Leistungen umgehe. Das klingt für den Ein oder Anderen merkwürdig, ist aber das Fundament meines Antriebs. Umso wichtiger sind mir kritische Betrachtungen von außen. Klaus nahm kein Blatt vor den Mund. Gab immer Tipps und Ratschläge und hatte immer ein offenes Ohr. Das war für mich sehr wichtig. Dies und das Training mit allen Frankfurter Startern haben es mir ermöglicht das Vorhaben Langdistanz in erster Linie gesund zu überstehen.

Vielen Dank an das gesamte Trainerteam Jürgen, Klaus und Gerhard sowie an Uwe, Markus, Reinhold und Lars E. !

Mein Motto für die Zukunft lautet somit:“ Wenn man es kurz und schnell nicht bringt, macht man es eben lang und langsam!“

 

Uwe Lercher

Meine 16. Langdistanz

Nachdem ich im November 2021 den Ironman Cozumel erfolgreich gefinisht habe und danach eine kurze Pause gemacht habe bin ich ins Training für Frankfurt eingestiegen. Wie immer ohne direkten Trainingsplan. Viel Rolle, und die festen Schwimm und Laufeinheiten. Eine sehr gute Unterstützung war auch die Tipps aus der WhatsApp Trainingsgruppe mit gelegentlichen gemeinsamen Trainingseinheiten mit Danijel und Markus. Eine Woche vor dem Ironman war ich dann beim 70.3 in Luxemburg, leider bei dem für Mitte Juni mit 36 Grad heißesten Tag. Auch laborierte ich noch an einer Erkältung die zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz weg war. Trotzdem habe ich den Wettkampf durchgezogen allerdings mit angezogener Handbremse. Am Anfang auf der Radstrecke war ich noch euphorisch – war ja die ersten 35km flach, aber dann kamen die Anstiege teilweise in praller Sonne da nahm ich dann Tempo raus und hab’s nur noch gefinisht. Eine Woche Später war dann der Hauptwettkampf – Frankfurt Ironman.

Morgens bei der Fahrt mit der Straßenbahn sind wir erstmal falsch gefahren und mussten im Stechschritt zum Bus laufen, aber wir haben trotzdem noch den ersten Bus erwischt und waren pünktlich zum öffnen der Wechselzone am Langener Waldsee. Dort wurde dann verkündet, dass der See mit 24,3 Grad gerade noch kühl genug ist damit das schwimmen mit Neo erlaubt sein wird. Damit war bei mir jegliche Nervosität verflogen und ich freute mich auf den Wettkampf.
Das Schwimmen lief besser wie gedacht, 1:15 für Frankfurt war meine Bestzeit.
Dann den langen Anstieg zum Fahrrad hochgewackelt, das Fahrrad geschnappt und auf die Radstrecke. Die ersten 15km waren komplett flach somit ideal um langsam reinzukommen. Habe versucht die Pace niedrig zu halten, um nicht zu überpacen, was sehr gut funktioniert hat.
In der zweiten Rad Runde habe ich dann ein bisschen die Wattzahlen höher werden lassen, auch der Radschnitt ist langsam gestiegen, zu diesem Zeitpunkt war ich bei 32,5. Dann bei einem Anstieg bei Kilometer 135 ist mir leider im Hinterrad eine Speiche gerissen und ich hatte sofort einen Achter.
Ich habe dann bei der Verpflegungsstelle und bei den Kampfrichtern nach Hilfe gefragt aber es konnte mir keine Helfen, sie verwiesen mich auf den Bike Service der auch auf der Strecke unterwegs war. Nach längerer Wartezeit versuchte ich mit dem Achter Weiterzufahren aber nach 2km hat sich dann der Reifen durchgerieben und ich hatte einen Platten. Dann habe ich doch auf den Bike Service gewartet, der dann auch irgendwann gekommen ist und mir meinen Schlauch und einen neuen schmalen Reifen montiert hatte, der dann auch nicht mehr gestriffen hat.
Leider hat der Schlauch dann nach weiteren 2 Kilometern einen schleichenden Platten, habe mehrfach versucht ihn wieder aufzupumpen, hatte aber keinen Sinn, mehr wie hundert Meter konnte ich nicht fahren, dann war wieder die Luft draußen. Also Hinterrad raus, den Reifen runter und geschaut wo das Loch ist. Dann wieder gewartet, mir hat dann ein anderer Teilnehmer einen neuen Schlauch gegeben welchen ich aber nicht benutzen konnte da das Ventil zu kurz war. Glücklicherweise hat dann eine Hilfsbereite Teilnehmerin angehalten und mir einen Schlauch mit langem Ventil gegeben. Habe mich super darüber gefreut und dann den neuen Schlauch montiert.
Leider hatte auch dieser Schlauch die Luft nicht gehalten. Danach kam ein Streckenposten auf mich zu und hat auch gefragt ob er mir helfen kann, den habe ich dann um ein Handy gebeten und Petra angerufen, sie informiert das es ein bisschen länger dauert. Kurz darauf kam wieder der Bike Service, der hat dann nochmal einen neuen Schlauch montiert und ich konnte endlich weiterfahren. Mit wackelndem Hinterrad bin ich dann die verbliebenen 55 Kilometer bis zu Wechsel Zone ohne weitere Zwischenfälle gefahren und konnte mich dann auf die Laufstrecke begeben.
Dort lief es ganz gut, musste mich zwar an jeder Verpflegungsstelle runterkühlen aber bin durchgelaufen. Bei Jeder Runde habe ich dann Achim Seiters, der dort spreche war getroffen, er hat mich immer lautstark begrüßt. Beim Zieleinlauf hat er mich dann voll bis zum Ziel begleitet und abgeklatscht. Trotz Pleiten, Pech und Pannen habe ich es noch geschafft unter 14h ins Ziel zu kommen.
Das Ziel Daylightfinisher und Spaß haben erfolgreich erreicht.


Ironman 70.3 Elsinore/Dänemark EM

Bericht von Gerhard Weiland

Bilder Maximilian Weiland

 

In Dänemark erwartet der Triathlet auch im Sommer kühles Wetter und angenehme Wettkampftemperatur. Aber wie so oft kommt es anders und die 70.3 Europameisterschaft in Helsingor wurde zur ungeliebten Hitzeschlacht für mich.

Doch von vorne. An einem Tag mit dem Auto angereist waren die Vorbereitungstage entspannt und deuteten auf ein schnelles Rennen hin. Zwei Tage später und aklimatisiert war es dann soweit.

Die dänische Lässigkeit übertrug sich auch auf die Stimmung der Athleten die sich gespannt aber ohne Hektik zum "rolling" Swimstart begaben. Mit dem Kanonenfeuer der Burgkanone sprangen zunächst die Profis und wenig später die AK Athleten ins 18 C kühle Wasser. Etwas getrübt im wahrsten Sinne des Wortes war das Hafenbecken durch Unmengen von Quallen die bei jedem Schwimmzug durch die Finger glitten.  Ganz vereinzelt waren auch Feuerquallen darunter von denen mich eine leicht an der Nase erwischte. Dies blieb zum Glück ohne Folgen.

Meine persönliche Zielvorgabe war ein finish unter 5 Stunden und in der AK 60 aufs Treppchen zu kommen.

Das Schwimmen ging ich daher motiviert an und es gelang mir im hinteren Teil der ersten Gruppe mit 34min ein zügiges Schwimmen über die verwinkelten 1,9km.

Mit einem routinierten und trainierten schnellen Wechsel ging es dann auf den hügeligen und windigen Radkurs. Hier fuhr ich über weite Strecken ganz alleine und konnte mein eigenes Tempo fahren. Die Strecken selbst waren gut asphaltiert und schnell zu fahren aber oft unterbrochen durch enge Abzweigungen. Landschaftlich wurde viel fürs Auge geboten, abwechselnd ging es durch Wälder, Felder und am Meer entlang. Am Ende gelang ein gleichmäßig schnelles Rennen mit einem Schnitt von 35 km/h wodurch ich mich von Rang 9 nach dem Schwimmen auf Rang 3 in meiner sonst eher schwächeren Disziplin vorarbeiten konnte.

Nun wurde es auf der Laufstrecke unerwartet heiß. Zunächst ging es über Schotter in der prallen Sonne um die historische Königsburg und später in 3 Runden verwinkelt durch die Altstadt mit einigen Kopfsteinpflaster Passagen. Leider konnte ich das angepeilte Lauftempo von 4.45min/km nach ca 10km nicht mehr halten, da mir die muskuläre Ermüdung zu schaffen machte und so fiel ich bei nicht nachlassender Konkurrenz auf Rang 5 zurück. Auch zwei schnelle km vor dem Ziel konnten daran nichts ändern und so blieb es am Ende mit einer guten Endzeit von 5:03 Std bei Rang 5 in der AK 60.

 

Fazit: Wenn auch die Ziele knapp nicht erreicht wurden, war es ein wunderschönes Rennen welches den akuellen Leistungsstand spiegelt. Bis zum Saisonhöhepunkt Weltmeisterschaft auf Hawaii stehen nochmals 3 Monate harten Trainings auf dem Plan.


Ironman 70.3 Kraichgau 21.05.2022

Aus Kornwestheim waren Tina, Danijel, Jürgen F., Lars E., Markus, Peter und Rainer am Start. Im Folgenden der allgemeine Rennbericht von Danijel und die Erlebnisberichte von Lars und Markus.

Danijel

Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Seit der Coronapandemie sind tatsächlich 3 Jahre vergangenen als Ironman Kraichgau das letzte Mal stattfinden durfte.

Schon 2019 waren unsere Skizünftler erfolgreich und haben bei dem größten und populärsten Triathlon Wettbewerb im Ländle hervorragende Ergebnisse erzielt. Mit all den Unwägbarkeiten sei es pandemie-, trainings- oder verletzungsbedingt, sind dieses Jahr insgesamt 7 Skizünftler gemeinsam an den Start gegangen. Für viele war es diesmal eine richtige Wundertüte. Was jedoch niemand erwartet hatte war, dass die Wundertüten mit vielen großartigen und positiven Überraschungen gefüllt waren.

Vieles war altbekannt und einiges ganz neu und überraschend. Die erste Überraschung poppte kurz vor dem Schwimmstart auf, als der Wettkampfsprecher plötzlich von schwarzen Wendebojen sprach. Man schaute in die Runde und sah überall das gleiche Bild. Nicht nur dass die Athleten mit Badekappe und Neoprenanzug das gleiche Outfit trugen, nach dieser Ansage hatten auch alle den gleichen Gesichtsausdruck und schauten mit suchendem Blick auf den Hardtsee. Die schwarzen Bojen waren nicht nur von Land schwer zu erkennen, sondern bereiteten vielen auch im Wasser große Probleme. Der fehlende Kontrast machte die schwarzen Bojen für die Athleten praktisch unsichtbar und wurde von vielen erst im letzten Augenblick erkannt.

Daran sollte es aber nicht scheitern. Aus dem Wasser kamen mit hervorragenden Schwimmzeiten Markus mit 31:43 min gefolgt von Peter mit 34:10 min und zu unseren großen Überraschung konnte als drittschnellster Schwimmer Lars Empacher mit 36:07 min das Ufer wieder betreten. Rainer war verletzungsbedingt nicht in Topform und ist den Wettkampf aus diesem Grund etwas entspannter angegangen. Trotz der ganzen Entspannung konnte Rainer das Schwimmen ebenfalls bereits nach 36:24 min beenden und zum Rad wechseln.

Tina als einzige Starterin aus SZK konnte die Frauen sehr gut vertreten beendete das Schwimmen nach 41:57 min. Jürgen (42:17 min) und Danijel (38:17min) kamen ebenfalls mit soliden Zeiten aus dem Wasser und durften anschließend auf das Rad steigen.

Auf dem Rad waren Markus, Peter und Lars mit sehr guten Leistungen bis auf wenige Sekunden gleichauf. Gefolgt von Jürgen, Danijel und Rainer die ebenfalls deutlich unter 3 Stunden für den anspruchsvollen Radkurs benötigt haben. Tina setzte sich ebenfalls bravourös durch und konnte in diesem Zuge gleich das neue Gefährt auf zwei Rädern einweihen.

In der letzten Disziplin, dem Laufen, gab es diesmal keine bösen Überraschungen. Ganz im Gegenteil legten Markus und Lars eine hervorragende Laufperformance hin. Markus konnte auch in diesem Jahr schon nach 4:53:18 ins Ziel einlaufen. Lars kam mit 5:03:19 nur knapp über 5 Stunden Gesamtzeit an und war ebenfalls mehr als zufrieden mit der erbrachten Leistung.

Auch Tina konnte Ihren Erfolg verbuchen und blieb nach einem stark und konstant gelaufenem Halbmarathon am Ende deutlich unter dem 6 Stunden Ziel.

Peter kontrollierte das gesamte Rennen und konnte die entsprechenden Dosierungen genau koordinieren. Die Zurückhaltung auf dem Rad machte sich nun beim Laufen bemerkbar. Peter lief die 21 km souverän ab und konnte nach 5:25:31 die Hände in die Luft recken. Trotz Handicap aus den letzten Wochen und mit reduziertem Trainingspensum erreichte auch Rainer bereits nach 5:37:32 das Ziel. Danijel konnte ebenfalls mit 5:17:16 das Finish melden und hatte dieses Mal nichts zu meckern.

Lars

Oh wie einfach ist doch der Marathonlauf: Da kann man daheim seine Kräfte sammeln, essen und schlafen, anreisen mit dem ÖNV und nachmelden bis 60min vor dem Start. Über das Training hinaus genügt es als Vorbereitung, dass man die Laufschuhe ordentlich schnürt. Das war's! Die ganze Logistik im Vorfeld von so einem Triathlon mit Autofahren, Übernachten und den Überlegungen, was man wann zur Verfügung haben muss um allen Eventualitäten zu begegnen, nehmen mir etwas den Spaß.
Zum Wettkampf: Beim Schwimmen habe ich Danijel bereits nach 20m trotz guter Sicht unterm Wasser aus den Augen verloren. Aber mit meinem neuen Neoprenanzug und Mitstreitern, die durch die Sortierung im „Rolling Start“ bisweilen noch etwas langsamer unterwegs sind, geht die Zeit im Wasser schon auch irgendwie vorüber.
In der Wechselzone stehen dann Bänke zur Verfügung, was das Umziehen wesentlich vereinfacht. Hier zeigt es sich, ob man am Vortag die Wechsel-Beutel richtig gepackt hat. Ich bin wirklich froh, dass ich noch ein paar wärmere Sachen übergezogen habe, denn immer wieder hat es ein wenig geregnet. Auf der Radstrecke haben die schlechten Schwimmer dann generell den Motivations-Vorteil, dass man viel überholen kann :-).
Beim abschließenden Halbmarathon war ich dann reichlich überrascht, dass nach gut 5km erst der eine Oberschenkel krampft und sofort danach der andere. Beim Humpeln zur nächsten Verpflegungsstelle scheint mir der Wettkampf für beendet, doch dann höre ich von hinten einen „Engel“ rufen: „Willst du eine Salzkapsel?“. Ich reagiere sofort und habe das Ding eine Sekunde später in der Hand. Weil die nächste Wasserstelle schon in Sichtweise war, konnte ich dann ordentlich zu Ende laufen. Jetzt ist klar, welcher zusätzliche Artikel in meinem „Lauf-Beutel“ nicht fehlen darf!

Markus
Neben dem abwechselungsreichen Rahmenprogramm mit der 1. Triathlon Bundesliga war es eine besondere Freude mit vielen KWH-Trias im Kraichgau anzutreten. Der IM70.3 im Kraichgau war mein letzter Wettkampf vor der Langdistanz in Frankfurt.  
Der Auftakt im Schwimmen begann vielversprechend. Beim Rolling Start startete ich auf der äußeren Seite und hatte von Beginn an Platz und freie Sicht zum Orientieren und Überholen langsamerer Schwimmer. Der leichte Wellengang machte keine Probleme und im klaren Wasser des Hardtsees war das Schwimmen durchweg angenehm. Einzig die nachträglich und unangekündigt eingebrachten schwarzen Bojen eines Sponsors brachten mich einmal in Orientierungsschwierigkeiten, so dass eine starke Kurskorrektur notwendig war.
Der Wechsel auf das Rad erfolgte problemlos. Auf der Strecke ließ ich es dosiert angehen und plante noch einige Reserven für die unangenehmen Hügel im letzten Renndrittel einzubehalten. Da im Triathlon immer etwas Unvorhergesehenes passiert und die negativen Überaschungen stärker in Errinnerungen bleiben, seien hier der ab der Hälfte des Rennens einsetzende Regen und die verlorene Gelflasche erwähnt, die mich zu einem kurzen Stopp zwangen. Im letzten Drittel des Rennens befand ich mich in einer Gruppe mit gleich schnellen Fahrern, die ich meist an den Hügeln hinter mir ließ, bevor sie mich in der Ebene wieder überrollten. Das war zwar etwas nervig, aber abgerechnet wird ja bekanntlich nach dem Laufen. Also war die Devise "ruhig bleiben".
Auf die Laufstrecke ging ich jedoch mit gemischten Gefühlen. Einerseits waren es für mich optimale kühle Bedingungen mit einem einsetzendem erfrischenden Sprühregen, andererseits war mein Defizit nach Corona beim Laufen am deutlichsten gewesen. Umso positiver war es, dass ich von Anfang an sehr gut in meinen Laufrythmus fand. Ich konnte konstant eine Pace von 4:20-4:30min/km laufen und war mir nach der Hälfte recht sicher, dass es keinen Einbruch geben würde. Besonders schön war, dass ich mit fortschreitendem Rennen fast alle KWH-Trias auf der Strecke antraf und grüßen konnte. Für mich waren dies willkommene Ablenkungen und ich hoffe, dass es den anderen genauso ging. Die letzten 3km auf ebener Strecke ging ich noch mal AllOut und verbrauchte die letzten zurückgehaltenen Reserven.
In nahezu der identischen Zeit wie 2019 finishte ich in 4:53:18 und wurde 17. in meiner AK. Angesichts der nicht optimalen Vorbereitung war ich damit sehr zufrieden.


Ironman 70.3 Aix en Provence  22.05.2022

Zu einem "Must Have" der Triathleten gehört der Ironman 70.3 in Aix en Provence.

Eingebettet in eine wunderschöne Landschaft am Rande des St. Victoire Gebirgszuges zieht sich die Streckenführung bis durch die historische Altstadt von Aix en Provence. Dabei stellt die Strecke mit vielen steilen Ansiegen bei Radfahren und Laufen eine besondere Herausforderung dar.

Von der Skizunft Kornwestheim waren diesmal Alexander Paa, Thomas Ritzka und Gerhard Weiland am Start. Einen kleinen internen Wettbewerb gab es in der AK60 da Ritzka und Weiland der gleiche Jahrgang sind.

Die erste Challenge für Weiland lag im schnellen Schlauchwechsel am Wettkampfmorgen um 5.30 Uhr da der neue TubelessReifen über Nacht seine Luft verloren hatte. Mit Hilfe des freundlichen Bike Service Team gelang dies kurz vor Schließen der Wechselzone. Gerade konnten noch Tacho und Schuhe am Rad montiert werden.

Danach ging es auch schon zum Schwimmstart den Weiland in einer der vorderen Gruppen absolvierte. Als bester Schwimmer der 3 hatte Weiland dann nach Schwimmen und Wechseln bereits einen Vorsprung von 6 Minuten auf Ritzka. Dieser legte sich aber mächtig ins Zeug und egalisierte den Rückstand auf der sehr anspruchsvollen Radstrecke. Steile Anstiege und kurvige Abfahrten auf zum Teil schlechten Asphalt forderten alles von den Skizünftlern.

Mit einem schnellen Wechsel gelang es Weiland wieder an Ritzka vorbeizuziehen. Thomas Ritzka ging das Rennen auf der schönen Laufstrecke etwas schneller an und lag nach 2,7km wieder vorne, zu diesem Zeitpunkt lagen Beide auf Rang 7 und 8 in ihrer AK. Bis km 14 lag Ritzka immer noch mit einer Minute in Front brach dann aber auch aufgrund der großen Hitze und seines Corona Trainingsrückstandes etwas ein. Weiland war das Rennen bewusst dosiert angegangen und konnte sogar noch zulegen und seine schnellsten km am Ende absolvieren.

So lag am Ende Weiland auf Rang 5 und Ritzka auf Rang 6 bei einem Rennen mit starker internationaler Konkurrenz. Für Alex Paa war Ankommen bei diesem schweren Rennen die Devise und auch er finishte erfolgreich.

Ergebnis

Gerhard Weiland: 5:22:23 h

Thomas Ritzka: 5:26:03 h

Alexander Paa: 7:10:27 h

 


ALB-GOLD Triathlonliga Neckarsulm 22.05.2022

Bei idealem Wetter trafen sich die Athletinnen und Athleten der Region in Neckarsulm, um bei den Wettkämpfen der ALB-Gold Triathlon Baden-Württemberg Liga der Frauen sowie den Landesligen Nord und Süd an Fuße des Scheuerbergs anzutreten, den es mehrmals zu bewältigen galt. 

In der Alb Gold Master- Liga war unser starkes Seniorenteam mit am Start.

Die anspruchsvolle Sprint- Distanz mit 700m Schwimmen, 20 Km Rad (4x5m-Runden über den Scheuerberg) und dem abschließenden Lauf über 5 km(4x1,25Km Runden) verlangte von den Startenden einiges ab.

 

Unter den enorm starken Teams aus der Region schafften es die Athletinnen der Skizunft mit Hanna Bartmann, Tina Börner, Tanja Würtele und Susanne Krenkel auf Platz 20 der Mannschaftswertung.

Bei den Herren (Landesliga Nord) erreichte die Mannschaft (Fabian Boss, Fabian Wirbel, Thomas Obenhuber und Tobias Barth) unter der Leitung von Christoph Steibli den 19. Platz.

Der extrem schwere Kurs, mit vielen sich wiederholenden Anstiegen, machte es den Athleten sehr mühsam im Wettkampf den Rhythmus zu finden. Kaum erholten sich unsere Triathleten von einem Anstieg und fuhren Zeit bei der Abfahrt wieder ein, ging es schon wieder hoch in die Weinberge. Das war sowohl beim Radfahren als auch beim Laufen der Fall.

 

Die Masters kamen mit dem anspruchsvollen Kurs am besten zurecht und holten sich den 7. Platz in der Mannschaftswertung. Gestartet sind Markus Börner, Reinhold  Oechsle, Lars Empacher, und Danijel Cakeljic. Mit einen guten Tagesergebnis konnte sich Oechsle auch den Sieg in der Altersklasse sichern.

Ein gelungener Wettkampf in einer sehr schönen Atmosphäre. Die Stimmung war bei den Athleten und Zuschauern an diesem Tag sehr gut.

 

Master- Triathlon Liga

 

Platz (AK)

Name

Swim

T1

Bike

T2

Run

Gesamt

25 (9 )

Markus Börner

11:37

01:24

41:05

01:31

21:04

01:16:40

31 (1)

Reinhold Oechsle

12:49

01:57

40:43

01:32

20:17

01:17:18

36 (4)

Lars Empacher

14:12

01:50

40:05

01:36

20:16

01:17:59

59 (16)

Danijel Cakeljic

13:57

01:56

44:33

02:03

22:18

01:23:10

 

Landesliga Nord

 

Platz

Name

Swim

T1

Bike

T2

Run

Gesamt

59

Fabian Boos

12:16

02:05

43:01

01:32

20:56

01:19:53

67

Fabian Wirbel

12:35

02:26

43:23

02:06

21:06

01:21:35

69

Thomas Obenhuber

14:18

02:12

41:06

02:10

22:16

01:22:02

87

Tobias Barth

12:36

01:35

46:33

02:02

28:35

01:31:07

 

Frauen Triathlon Liga

 

Platz

Name

Swim

T1

Bike

T2

Run

Gesamt

32

Hanna Bartmann

11:23

01:25

45:54

01:32

23:53

01:24:26

64

Tina Börner

15:53

01:42

46:17

02:02

25:54

01:31:46

79

Tanja Würtele

14:23

01:42

53:02

01:57

30:00

01:41:43

 


ALB-GOLD Triathlon Liga Waiblingen 22.05.2022


Bei idealen sommerlichen Temperaturen gastierte die Albgold- Triathlon Liga in Waiblingen.
Der Wettkampfmodus war hier eine zweiteilige Sonderform bestehend aus einem Swim + Run Wettkampf und einem Bike + Run Folgerennen.

Der zweite Teil des Rennens wurde mit dem Rückstand aus dem ersten Rennen gestartet, vergleichbar mit dem Jagdstart aus der Biathlonszene.

Die Sprintdistanzen bestanden aus 500m Schwimmen + 2,3Km Lauf und dem zweiten Teil mit 20Km Rad + 2,7Km Lauf.

 

Das Landesliga Team mit den Startern Steibi, Diehl, Obenhuber und das Masterteam mit Börner, Oechsle, Marcelot und Knapp kam mit der Sonderform gut zurecht und konnte sich jeweils gute Mannschaftswertungen mit dem 7. Platz in der Landesliga und dem 10. Platz in der Masterliga sichern.

 

Landesliga Nord

 

Platz

Name

Bike

T2

Run

Gesamt

21

Christoph Steibli

35:10

01:17

09:27

45:54

37

Julian Diehl

35:40

01:23

10:38

47:40

41

Jan Obenhuber

36:14

01:42

10:10

48:06

 

Master- Triathlon Liga

 

Platz

Name

Bike

T2

Run

Gesamt

23

Markus Börner

35:20

01:27

10:10

46:57

36

Julien Marcelot

37:12

01:30

09:48

48:29

39

Reinhold Oechsle

37:40

01:28

09:38

48:46

64

Christian Knapp

39:09

01:47

12:43

53:27

 


28. Waiblinger Triathlon 15.05.2022

Auch die TriKids der Skizunft hatten sehr viel Spaß beim Wettkampf in Waiblingen. Aber nicht nur Spaß auch Erfolge konnten die jüngsten Skizünftler verbuchen. Elisa Mory landete auf dem zweiten Platz mit einer ebenfalls starken Leistung in allen Disziplinen dicht gefolgt von Anna Mayer die auf Platz drei landete. Die beiden jüngsten Skizünftler Henri Knapp und Noa Cakeljic schlugen sich tapfer und haben ebenfalls erfolgreich gefinished und waren mit sehr viel Spaß bei ihrem ersten Triathlon dabei. Vincent Mayer belegte in der Klasse TriKids A den zweiten Platz.

Vereinsübergreifend kamen alle Kids ohne große Schwierigkeiten und mit guten Zeiten aus dem Wasser, was Coronabedingt leider längst keine Selbstverständlichkeit bei Kindern mehr ist.

Racepedia-Cup Baden-Württemberg
Platz Name Swim T1 Bike T2 Run Gesamt
11 Hana Riha 08:09 02:26 24:34 01:12 17:01 53:22
9 Luis Würtele 06:25 01:45 19:31 00:59 12:48 41:28

 

TriKids A
Platz Name Swim T1 Bike T2 Run Gesamt
2 Vincent Mayer 02:17 02:24 04:32 01:03 02:05 12:21
               
TriKids B
Platz Name Swim T1 Bike T2 Run Gesamt
2 Elisa Mory 01:01 02:35 04:43 01:04 02:20 11:42
3 Anna Mayer 01:05 02:33 04:44 01:13 02:22 11:58
14 Noa Cakeljic 01:23 03:30 05:35 01:36 02:30 14:33

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen fand am Sonntag der 28. Waiblinger Triathlon statt. Auch in diesem Jahr konnten sich die Athletinnen und Athleten der Skizunft behaupten. Nach dem kalten und regnerischen Triathlon in Backnang war nun die Hitze der Hauptgegner.

Unbeeindruckt davon waren allerdings Hanna Bartmann, Tina Börner, Lars Empacher und Peter Deininger. Allesamt konnten sich durch hervorragende Leistungen einen Platz auf dem Podest sichern. Lars Empacher holte die verlorengegangene Schwimmzeit auf dem Rad und seiner Paradedisziplin, dem Laufen, souverän wieder ein. Peter Deininger behauptete sich in allen drei Disziplinen wieder sehr stark und sicherte einen sehr guten dritten Platz. Alle weiteren Athleten der Skizunft finishten ebenfalls mit soliden Platzierungen und konnten nach Backnang einen guten erweiterten Start in die neue Saison 2022 verbuchen.

Volkstriathlon (500m, 18km, 5,4km)
Platz (AK) Name Swim T1 Bike T2 Run Gesamt
33 (2) Lars Empacher 10:38 02:30 33:13 01:16 20:38 01:08:14
37 (6) Danijel Cakeljic 09:39 02:10 33:26 01:47 21:59 01:09:01
42 (3) Peter Deininger 09:04 02:20     24:43 01:10:12
62 (1) Hanna Bartmann 08:04 01:50 36:57 01:17 23:42 01:11:50
64 (6) Tim Müller 09:23 02:37 34:23 01:40 24:09 01:12:11
71 (18) Tobias Barth 09:01 02:06 35:21 01:28 26:37 01:14:33
80 (14) Andreas Mayer 09:57 02:34 36:42 01:30 24:53 01:15:36
93 (8) Mathias Franke 12:20 02:08 34:33 01:36 25:34 01:16:10
103 (2) Tina Börner 11:04 02:12 36:06 01:28 26:37 01:17:26
175 (8) Tanja Würtele 10:33 02:51 41:57 01:33 30:31 01:27:24

Citytriathlon Backnang 24.04.2022

Der Saisonstart der Kornwestheimer Triathleten der gleichzeitig als Vereinsmeisterschaft ausgelobt war, fiel buchstäblich "ins Wasser", dafür sorgte ein winterliches Regentief, dass die Tempertaturen auf einstellige 8°C drückte. 

Die schlechten Bedingungen blieben nicht folgenlos, sodass von den ca. 350 gelmeldeten Starten tatsächlich nur 2/3 starteten.  So trotzten 12 Starter/innen sowie einige Jugendliche aus der Nachwuchsgruppe den extrem kalten und nassen Bedingungen und gingen beim Jedermann Triathlon über die Distanzen 500m  Schwimmen, 20Km Rad und einem abschließenden 5Km Lauf  an den Start. 
Der Einsatz der Kornwestheimer/innen wurde reichlich belohnt, so gelang es mehrmals Platzierungen in der Altersklasse (AK) auf dem Podest zu abzusichern, Oechsle und Janek gelang sogar der Sieg in der AK. Bei einem Punkt waren sich alle einig, der nächste Wettkampf sollte bitte bei sommerlichen Temperaturen stattfinden.

Männer

 

Platz (AK)

Name

Swim

Bike + Run

Gesamt

14  (3)

Lars Grünkorn

08:50

01:00:22

01:09:12

19  (2)

Markus Börner

08:42

01:03:30

01:12:12

24  (8)

Thomas Obenhuber

09:16

01:04:12

01:13:28

29  (1)

Reinhold Oechsle

09:05

01:04:59

01:14:04

47  (10)

Tim Müller

09:58

01:06:39

01:16:37

48  (5)

Christian Knapp

08:42

01:08:33

01:17:15

50  (5)

Peter Deininger

08:57

01:08:27

01:17:23

52  (6)

Rainer Würtele

08:29

01:09:21

01:17:52

61  (7)

Christian Nebe

09:24

01:10:03

01:19:26

73  (2)

Mike Beuerle

09:40

01:10:58

01:20:38

109  (12)

Andreas Meyer

10:40

01:17:54

01:28:34

128  (1)

Herbert Janek

13:25

01:21:30

01:34:55

 

Frauen

 

Platz (AK)

Name

Swim

Bike + Run

Gesamt

9  (3)

Annalena Diehl

09:05

01:14:42

01:23:47

14 (2)

Tina Börner

11:29

01:15:24

01:26:52

17  (6)

Charlotte Horstmann

10:22

01:19:12

01:29:34

18  (7)

Susanne Kreckel

09:32

01:20:03

01:29:35

26  (2)

Tanja Würtele

10:32

01:26:09

01:36:41


Stadtlauf Kornwestheim 10.04.2022

Für die meisten der Kornwestheimer Triathleten stand mit dem Stadtlauf der erste Wettkampftest in der noch jungen Saison direkt im Städtle statt. 

Hierfür hat sich sogar das Wetter eines Guten besonnen und nach Kapriolen in den letzten Tagen trotz frischer Morgentemperaturen mit Sonnenschein zu einem sehr guten Wettkampftag beigetragen. 

  

Dementsprechend groß war somit auch die Beteiligung aus den eigenen Reihen mit 8 Jugendlichen auf den 1 & 2 km Strecken und 11 Starterinnen beim 10 km Hauptlauf. 

Wie allen bekannt ist zählt der Stadtrundkurs mit seinem Anstieg direkt nach den ersten 25m nicht zu den leichtesten, doch alle Starterinnen haben sich mit Bravour geschlagen und starke erste Saisonergebnisse in den Asphalt gebrannt. 

  

 

Das hat sich in den Ergebnissen in einem starken Gesamtsieg auf der 2 km Distanz durch Maurice niedergeschlagen sowie Podestplatzierungen durch Hana und Luis, sowie einem Podestplatz in der Gesamtwertung des 1 km Laufes durch Elisa. 

  

Auch bei den Erwachsenen haben sich zwei Altersklassensiege durch Lars und Herbert erringen lassen, sowie Podestplatzierungen durch Reinhold, Moritz und Marcel. 

  

Somit ist der erste Gradmesser in die neue Wettkampfsaison für alle Triastarter erfolgreich geglückt und die ersten vor der Tür stehenden Triathlonwettkämpfe nach Ostern werden freudig erwartet.

1 km-Lauf 

Elisa Mory 

3. AK/3. Gesamt 

4:21 min 

Anna Mayer 

5. AK/8. 

4:32 min 

Ronja Knapp 

15. AK/50. 

5:35 min 

Noa Cakeljic 

8. AK/58. 

5:43 min 

  

2 km-Lauf 

Maurice Marcelot 

1. AK/1. Gesamt 

7:20 min 

Luis Würtele 

2. AK/3.

7:49 min 

Vincent Mayer 

6. AK/14. 

9:07 min 

Hana Riha 

2. AK/21. 

9:46 min 

  

10 km-Lauf 

Lars Empacher 

1. AK/11. Gesamt 

39:29 min 

Reinhold Oechsle 

2. AK/18. 

41:42 min 

Christoph Steibli 

4. AK/19. 

42:29 min 

Marcel Hopp 

3. AK/20. 

42:32 min 

Julian Diehl 

5. AK/24. 

43:27 min 

Danijel Cakeljic 

4. AK/27. 

43:47 min 

Moritz Fleck 

2. AK/62. 

49:09 min 

Peter Deininger 

5. AK/63. 

49:28 min 

Herbert Janek 

1. AK/74. 

50:43 min 

Mathias Franke 

6. AK/75. 

50:47 min 

Annalena Diehl 

5. AK/80. 

51:53 min 


Ganghoferlauf Skimarathon Skating 06.03.2022

42k Skimarathon in Leutasch

Im Winterhalbjahr suchen viele Triathleten der Skizunft Kornwestheim die Loipen der Umgebung zum Alternativtraining auf.

Als echtes Highlight gelten die Skatingwettbewerbe innerhalb der Euroloppet Serie.

Nach seinem Start beim Lemming Loppet am 22.1. im Nordschwarzwald hatte sich der Kornwestheimer Athlet Gerhard Weiland den Ganghoferlauf in Leutasch/Seefeld zum Abschluss der Skisaison als Winterhöhepunkt ausgesucht.

 

Es ist immer eine besondere Herausforderung als "Flachländer" sich im Feld der Wintersportspezialisten sich zu behaupten. Daher wurde der Platz in der Startaufstellung der knapp 500 Teilnehmer über die lange Marathondistanz bewusst weit hinten gesucht. Dies erwies sich als etwas zu vorsichtig, da doch bereits auf den ersten Kilometern viele Läufer überholt werden konnten. Diese Überholvorgänge gestalteten sich aufgrund der Vielzahl an Läufern und der Enge des Raumes nicht ganz einfach. Nach ca 10km hatte sich das Feld aber gut verteilt und es galt nun in der richtigen Gruppe im Windschatten etwas Kräfte zu sparen. Nun konnte Weiland auch bei Traumwetter die wunderbare Traumwelt der Seefelder Alpen genießen. Technisch war der Kurs höchst anspruchsvoll da der gefrorene Altschnee zwar extrem schnell aber dadurch nicht ganz ungefährlich war. Dabei galt es nicht nur den eigenen Ski sauber zu führen sondern auch den stürzenden Läufern auszweichen.

Zusätzlich hatten die Veranstalter bei km 40 und hohem Ermüdungsgrad eine steile Rampe mit einer nicht minder steilen und anspruchsvollen Abfahrt eingebaut. Oberstes Ziel war Stürze zu vermeiden steht für Weiland im Oktober doch noch die Ironman Weltmeisterschaft in Hawaii auf dem Programm.

 

Dies gelang zum Glück und mit einer persönlichen Bestzeit von 2:07:24 über 42km war der Skizünftler mit Rang 16 in der AK60 hochzufrieden.

 

Nun kann die Sommersaison kommen und nahtlos geht es ins Trainingslager nach Mallorca um die ersten längeren Radkilometer zu sammeln.


Ironman 70.3 Dubai am 05.03.2022

Intension

Die 70.3 im mittleren Osten, es war der Wunsch relativ früh zur Saison 2022 einen Wettkampf mit guten Temperaturen sowie eine neue Region auf dieser Welt zu absolvieren. Somit fiel die Entscheidung auf Dubai „City of Gold“. Der Termin mit Ende Februar war von den vor Ort herrschenden Temperaturen geradezu perfekt, was sich später leider nicht bestätigte. Die Planung war sehr schnell abgeschlossen wie Flug etc., doch das öffnen vom Anmeldefenster ließ sehr lange auf sich warten, erst ca. 6 Wochen vor Wettkampf war dies möglich. Mitte Februar gab es dann die Überraschung das der Wettkampf auf das erste Wochenende im März verlegt worden ist. Also Flug etc. alles umbuchen und den damit verbundenen Kosten. Auch die Temperaturen sind um die Zeit dann bei 30° +.

 Vorbereitung

Diese gestaltete sich nicht ganz einfach, da es in meiner Heimatregion „Insel Sylt“ keinerlei Möglichkeiten (im Winter) für die notwendigen Schwimmeinheiten gab musste ich mir anderweitig helfen. Das gute Zugseiltraining wurde angewandt werden was allerdings kein 100%tiger Ersatz für die sonst üblichen Einheiten im Nassen. Für die Radeinheiten diente die Rolle, nicht sehr abwechslungsreich aber doch effektiv. Viel Zeit und Aufwand steckte ich in das Lauftraining mit sehr guten Ergebnissen.  Somit fühlte ich mich bereit für den bevorstehenden Wettkampf, trotz der unkonventionellen Vorbereitung.

Wettkampftag

Nach einer kurzen und unruhigen Nacht finde ich mich bereits um 05:30 Uhr in der Wechselzone für die letzten Vorbereitungen ein. Im Starterfeld mit ca. 2100 Teilnehmer waren zum Großteil Athleten aus Russland zu finden, einige wenige aus bekannten Sportnationen von Europa. Leider kam es bereits vor dem Schwimmstart in der Wartezone zu massivem unsportlichem Verhalten einiger Athleten. Dies endete dann auch in Handgreiflichkeiten zwischen den Athleten, ich war leider auch davon betroffen. Der Veranstalter selber reagierte nicht und Helfer konnten/ wollten sich auch nicht einmischen bzw. schlichten. Nach Startschuss waren die Spannungsspitzen auch noch nicht abgebaut und ging somit auf den ersten Metern im Wasser irgendwie weiter. Für mich war es eigentlich schon gelaufen, mein Rhythmus finde ich zumindest beim Schwimmen nicht mehr. Mit ca. 300m mehr geschwommenen Meter rückte die geplante Ziel Zeit in weite Ferne.

Auf dem Rad angekommen, ging es direkt raus aus Dubai in Richtung Wüste bis zum 45km entfernten Umkehrpunkt. Ein starker Gegenwind vermischt mit etwas Wüstensand zwischen den Zähnen und die 1-2% Steigung haben viel abverlangt. Vom Umkehrpunkt zurück nach Dubai wechselte der Wind etwas, konnte dann doch noch etwas an Zeit gut machen.

Die Laufstrecke 1,5 Runden verlief direkt an der Promenade. Ein paar wenige Zuschauer fanden sich auf der Laufstrecke ein zum anfeuern. Von den aus anderen Veranstaltungen bekannten Kampfrichter, war über den gesamten Wettkampf keiner zu sehen.

Ich fand zu keinem Zeitpunkt im Wettkampf zu meinem Flow, all zu sehr waren meine Gedanken immer noch beim Start und den damit verbundenen Vorkommnissen.

Im Finisher Bereich war ich schon gespannt auf das typische T-Shirt. Weit gefehlt, es gab eine Daunenweste zum Finish. Wo die Temperaturen doch nur sehr selten unter 20° hier in der Wüste sind. Wie bekannt ist hier in Dubai alles etwas anders.

Dubai

Ich hatte das Glück bei Einheimischen untergekommen zu sein. Diese konnten mir in der kurzen Zeit etwas von Dubai zeigen. Es ist eine rasend schnell erbaute künstliche Stadt mit ca. 3,4 Mio. Einwohner mittlerweile entstanden, von den 10% noch Einheimische sind. Die Dimensionen, Geschwindigkeit sowie Umfänge wie hier gebaut worden ist, sucht seines Gleichen. Es ist unvorstellbar was in letzten 3 Jahrzenten entstanden ist, leider ist dabei der arabische Ursprung aus meiner Sicht total verloren gegangen. Bis zu 7-spurige Autostraßen in eine Richtung säumen u. a. das Stadtbild, die grundsätzlich immer verstopf sind. Hier sollte man Geduld und Zeit mitbringen. Gerne wird gezeigt was man hat, Grenzen sind kaum zu erkennen. Der Konsum an Luxusartikel steht hierbei immer Vordergrund. Das zweithöchste Staatsoberhaupt in UAE ist selber ein aktiver Sportler und setzt sich zunehmend dafür ein, dass mehr und mehr Veranstaltungen in dieser Region stattfinden. Die Umsetzung für geeignete Sportstätten zu errichten, geschieht hier sehr schnell. Die hierfür notwendigen wirtschaftlichen Aufwendungen spielen dabei scheinbar keinerlei Rolle.

 

Es war eine weitere Erfahrung wie auf dem Globus Veranstaltungen ausgetragen werden.

 

Fazit

Bei der Planung sollte man immer mit kurzfristigen Änderungen rechnen. Die wirtschaftliche Kraft setzt sich manchmal über die Regeln hinweg. Ich habe mich zu jeder Zeit sehr sicher in dem Land gefühlt. Anreise von Hamburg Direktflug ca. 6 Std.

 

AK: 72/132

Männer: 829/1479

Overall: 983/1834


Dreiköniglauf SZK Kornwestheim 5km                   06.01.2022

Bei winterlichen Temperaturen stand für die SZK Triathleten mit dem 5km Dreiköniglauf die erste sportliche Herausforderung auf dem Programm.

 

Die Lauftrainer Mike Beuerle, Christoph Steibli und Gerhard Weiland hatten zur ersten Standortbestimmung gerufen.

Das 2022 neu strukturierte Lauftraining soll sich am aktuellen Leistungsstand orientieren.

 

Überraschend für die Jahreszeit konnten dabei alle Teilnehmer hervorragende Leistungen abrufen.

Und wer schnell laufen kann, der kann auch gut feiern!

Bei Tee, Kaffee, Gebäck und Glühwein wurde noch lange über Laufen, Triathlon und vieles mehr gefachsimpelt.

Voll motiviert kann es nun ins Sportjahr 2022 gehen.

  1. Tina Börner               25:03
  2. Tanja Würtele           29:22
  1. Reinhold Oechsle     19:12
  2. Markus Börner          19:17
  3. Thomas Obenhuber 19:45
  4. Christoph Steibli        19:47
  5. Danijel Cakeljic           20:06 
  6. Mike Beuerle              21:38
  7. Rainer Würtele          21:44
  8. Herbert Janek            24:11
  9. Peter Deininger         24:42
  10. Uwe Lercher              26:08